Nabu betreibt Schafbeweidung


Wollige Herde für Bachtäler

Schafe und Lämmer sind zwar beliebte Motive für die Osterzeit, können aber in der Realität das ganze Jahr über nützlich sein. Das belegt ein besonderes Projekt, das der Naturschutzbund schon seit mehr als 15 Jahren im Raum Altenkirchen praktiziert. Hier sind die Schafe umweltverträgliche Weidetiere, vor allem für Bachtäler.

Das Schaf ist ein umweltverträgliches Weidetier.
Bild: lppicture

Schafbeweidung hat gegenüber der Großtierbeweidung entscheidende Vorteile: Man kann selbst kleinste Flächen, abgesichert mit einem Elektrozaun ohne großen Aufwand beweiden. Das Umsetzen und der Transport der Tiere sind wesentlich einfacher und mit einem ausreichend großen Hänger schnell bewerkstelligt.

Schafe sind mit einem Körpergewicht zwischen 30 und 80 Kilo wesentlich leichter zu handhaben als zentnerschwere Ur-Rindviecher oder wirklich wilde Wildpferde. Für die regelmäßige Behandlung gegen Parasiten, Impfungen und im Falle von Krankheiten ein wirklich großer Vorteil. Vorsichtshalber sei aber nicht verschwiegen, dass ein hormondurchwirbelter 80 Kilogramm schwerer Schafbock auch ein gestandenes aber unvorsichtiges Mannsbild problemlos über den Haufen rennt.

Inzwischen sind es sogar zwei Schafherden, die der Nabu in Altenkirchen unterhält – ein Fall von Geburtenkontrolle: „Nun betreuen wir eine reine ‚Weiberherde‘ mit minderjährigen Töchtern und wenigen älteren Mutterschafen, die eine einjährige Lamm-Auszeit genießen dürfen, sowie einzelnen „Großmüttern“ die ihr Gnadenbrot bis zum natürlichen Ableben genießen. Die Hauptherde setzt sich zusammen aus dem Zuchtbock mit den zuchtfähigen Schafen sowie den jugendlichen Böcken“, erklärt ein Nabu-Sprecher.

Die Nabu-Mitmacher animieren zwar zum Nachahmen, liefern aber auch gleich warnende Hinweise: „Der durchschnittliche Zeitaufwand für eine etwa 20-köpfige Biotop pflegende Schafherde beläuft sich locker auf etwa zwei Stunden pro Tag und dies 365 Tage im Jahr.“ (red)

 

 

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