Met-Saison endet mit „Cendrillon“

 

Zauberhafte Magie

Es ist der Kunstschaffen­den wohl beliebtester Bühnenstoff, das Märchen von Aschenputtel. Rossini hat die Geschichte von der armen Schönen und ihrem wundervollen Aufstieg in seiner Oper „La Cenerentola“ verarbeitet, Prokofjew wie­derum in seiner Ballett-In­szenierung „Cinderella“. Am bekanntesten jedoch ist die gleichnamige Pop-Musical- Version, die seit zig Jahren schon Hunderttausende in ihren Bann zieht.

Massenets Aschenputtel-Oper fristete bislang eher ein Aschenputtel- Dasein. Das ändert sich aber gerade.
Bild: Ken Howard/Met

Ein echtes Aschenputtel- Dasein hingegen fristete Ju­les Massenets 1899 uraufge­führte Oper „Cendrillon“ auf den Spielplänen der Bühnen. Bis jetzt. Denn die New Yor­ker Metropolitan Opera hat das Stück als Saison-Ab­schluss der beliebten Ver­anstaltungsreihe „Live aus Met“ auserkoren. Bevor es in die Sommerpause geht, kommt Massenets Genie­streich am Samstag, 28. Ap­ril, ab 19 Uhr, in bester Bild-und Tonqualität ins Cine 5 Asbach.

Für die meisten Opern­freunde ist Massenet vor allem der Komponist von „Werther“ und „Manon“, doch seit einer Inszenierung im Londoner Royal Opera House in 2011 erfreut sich auch sein Werk „Cendrillon“ wieder größerer Popularität. Die verdankt das Stück einer­seits der Belle Époque-Sicht­weise des Komponisten, an­dererseits den Künstlern, die ihr Können auch in der „Met“ unter Beweis stellen.

Glänzend besetzt mit Joy­ce DiDonato als Cendrillon und Alice Coote als Prince Charmant, betont Regisseur Laurent Pelly die zauber­haft-träumerische Seite der Geschichte.

„Cendrillon“ entstand in einer Zeit radikaler gesell­schaftlicher und technischer Umbrüche, in der die Sehn­sucht nach kleinen Fluchten aus einer scheinbar fanta­sielosen Welt ins Unendli­che wuchs. So lebt auch die Hauptdarstellerin mehr recht als schlecht bei ihrer Stief­mutter und ihren zwei Stief­schwestern. Nach einem rau­schenden Fest, bei dem sich Cendrillon im Gewand ei­ner schönen Prinzessin und Prince Charmant zum ersten Mal begegnen, gestehen sie sich ihre Liebe. Doch alsbald nimmt das Schicksal eine dramatische Wende und nur durch das Eingreifen einer Zauberfee wird das Glück des Liebespaares gerettet…

Den Zauber dieser Ge­schichte in Musik umzu­setzen, gelingt Massenet so gut, dass man sofort daran glaubt, dass Märchen Wirk­lichkeit werden können. Be­sonderen Reiz verleiht der Inszenierung das Bühnenbild aus Buchstaben und Texttei­len des „Aschenputtel“-Mär­chens – übrigens nicht die hierzulande bekannte Fas­sung der Gebrüder Grimm, sondern die Version des fran­zösischen Poeten Charles Perrault, an der sich übrigens auch das Pop-Musical „Cin­derella“ orientiert.

 

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