Wolfsbestände kontrollieren und regulieren


„Zeit für Realitätssinn und Pragmatismus“

„Das Thema Wolf gewinnt, wie neueste Erkenntnisse zeigen, in Deutschland und damit auch in unserer Heimat immer mehr an Brisanz. Die Wolfspopulation nimmt stetig zu und das schürt Sorgen und Ängste der Menschen. Deshalb hat die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag aktuell ein von mir miterarbeitetes sechs Punkte umfassendes Positionspapier beschlossen“, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

„Beim Thema Wolf ist es höchste Zeit für Realitätssinn und Pragmatismus. Die Sicherheit der Menschen hat absolute Priorität“ so Erwin Rüddel.
Bild: Pixel-mixer

 Die zahlreichen Fälle, in denen Tiere von reißenden Wölfen getötet oder schwerstverletzt wurden, zeigten wachsenden Handlungsbedarf. Das unter besonderer Berücksichtigung, weil sich Wolfsbestände alle drei bis vier Jahre verdoppeln. Diese Reproduktions- und Verbreitungsdynamik sei in Deutschland bislang unterschätzt worden. Nun finde ein Umdenken statt, welches lokal zur Folge hat, dass der Norden von Rheinland-Pfalz, in dem sich auch der Wahlkreis des Abgeordneten befindet, als Wolfspräventionsgebiet ausgewiesen worden ist.

Erwin Rüddel
Bild: Büro Rüddel

„Beim Thema Wolf ist es höchste Zeit für Realitätssinn und Pragmatismus. Die Sicherheit der Menschen hat absolute Priorität“, unterstreicht Rüddel. Insbesondere ländliche Regionen seien von „der Gefahr Wolf“ betroffen. Denn seit der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland im Jahr 200 breiten sich die größten Raubtiere unserer Kulturlandschaft hier aus und das ohne natürliche Feinde.

Das wird belegt durch das Monitoringjahr 2017/18. Dazu wurden seitens des Bundesamtes für Naturschutz und der „Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf“ 73 Rudel, 30 Paare und drei Einzeltiere bestätigt.

„Diese Konzentration führt in unserer dicht besiedelten Kulturlandschaft zu vielfältigen Problemen, die einer wissenschaftlichen, datenbasierten, ideologiefreien und pragmatischen Herangehensweise bedarf. Dabei sind Schutz und Sicherheit des Menschen oberstes Gebot. Denn die Menschen, gerade in ländlich strukturierten Gebieten, sind zum Teil unmittelbar mit den Wölfen konfrontiert“, konkretisiert der Abgeordnete.

Besonders betroffen seien die Weidetierhaltung mit Schafen, Ziegen, Rindern, Pferden und Gatterwild sowie die Jagd. „Unsere Kulturlandschaft wird gerade durch die Weidetierhaltung geprägt und erhalten. Das ist ganz besonders unter dem Aspekt des Tierwohls und des Arten- und Landschaftsschutzes zu sehen“, ergänzt Rüddel mit dem Hinweis, dass Tierschutz nicht teilbar sei, denn auch Herdentiere verdienten Schutz.

In dem Positionspapier der CDU/CSU-Bundestagsfraktion werden eine realistische Bewertung der Wolfsbestände in Deutschland und Europa, natur- und artenschutzrechtliche Veränderungen, sowie ein effektiver nationaler Wolfsmanagementplan gefordert. Zudem soll durch geeignete Maßnahmen im Rahmen des nationalen Wolfmanagements sichergestellt werden, dass zwischen Wolfsschutz- und Wolfsmanagementgebieten unterschieden wird. Zudem beinhaltet das Papier die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht und „wir setzen uns für eine umfassende staatliche Hilfe bei der Prävention von Wolfschäden und der Regulierung im Schadenfall im Bereich der Weidetierhaltung und anderer Eigentumsbeeinträchtigter ein“, betont Rüddel.

Ohne eine Regulierung werde der Populationsdruck so groß, dass der Wolf, wie jetzt schon vereinzelt geschehen, in Orten und Städten wahrzunehmen sei. Da sei aktives Handeln angesagt. So müssten die Wolfsbestände auf das für den Artenschutz erforderliche Maß begrenzt werden. „Der Wolf ist eine Gefahr für Menschen aller Altersklassen sowie  für Nutztiere und er gehört nicht in eine vom Menschen geschaffene Kulturlandschaft“, bekräftigt Erwin Rüddel.

 

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