Live aus der Met im Cine 5: Donizettis „Die Regimentstochter“


Zündende Musik und brillante Arien

Wenn am Samstag, 2. März, ab 19 Uhr, das Cine 5 Asbach Gaetano Donizettis „La fille du régiment“ live, in bester HD-Qualität und mit brillantem Ton ausstrahlt, können Opernfans erneut das Gefühl genießen, so gut wie in einer exklusiven Loge in der Metropolitan Opera in New York zu sitzen. Ohne Reisestress und dank mehr als zehn Kameras wohl auch viel näher dran am Geschehen lässt sich Laurent Pellys augenzwinkernde Inszenierung von Donizettis Bravourstück, das für seine Schlager ebenso bekannt ist wie für die extrem anspruchsvollen gesanglichen Anforderungen, besonders gut genießen.

Pretty Yende verkörpert Marie – „die Regimentstochter“.
Bild: Roberto Alcain/Teatro de la Maestranza

Schon zu Donizettis Lebzeiten war „Die Regimentstochter“ eines seiner erfolgreichsten Bühnenstücke. Mit Witz und Charme brachte es das an der Pariser Opéra-Comique 1840 uraufgeführte Werk schon während der ersten Spielzeit auf über 40 Aufführungen und veranlasste den englischen Kritiker Hennry Chorley zu der Äußerung: „Die Musik ist von einer sorglosen Fröhlichkeit, die an Ausgelassenheit grenzt, von einer echt militärischen, aber nie ordinären Freimütigkeit. Sie ist leichtgewichtig und eingängig, sie ist alles, was die Pedanten gerne verurteilen.“

Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde „La fille du régiment“ sogar regelmäßig am 14. Juli zum Gedenken an den Sturm auf die Bastille aufgeführt – dank des furiosen Finales „Salut à la gloire! Salut à la France!“ und einem stimmigen Bühnenbild, das auch heute noch fasziniert, weil das Dekorative und die Atmosphäre verschiedener Lebensbilder und Gesellschaftsstände in einzigartiger Weise aufeinandertreffen: Eine ländliche Idylle, die vornehme französische Gesellschaft und die Welt des Militärs.

Mittendrin steckt die junge Marie: Als Baby wird sie von den Soldaten des 21. Regiments auf dem Schlachtfeld gefunden, aufgezogen und im Handumdrehen zum Liebling der Soldaten. Schon früh versorgt sie diese als stolze Marketenderin mit Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs. Bei einer Wanderung in den Bergen rettet ihr dann der junge Tiroler Tonio das Leben. Die beiden verlieben sich – einem Happy End steht aber zunächst Maries wieder aufgetauchte Mutter, die Marquise de Berkenfeld, im Wege. Sie will nämlich aus Marie eine adlige Dame machen und sie standesgemäß verheiraten.

Doch ihre Rechnung geht nicht auf. Denn die Soldaten und der mittlerweile zum Regiment gehörende Tonio lassen sich ihr Mädchen nicht so ohne weiteres nehmen. (imr)

 

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