Verbandsgemeindeverwaltung Unkel

 

Zugangserleichterungen ab 20. April

Die Verbandsgemeindeverwaltung Unkel ist seit dem 16. März für die Öffentlichkeit weitestgehend geschlossen. Besuche sind derzeit nur in dringenden Fällen und nur nach vorheriger Anmeldung möglich. „Diese Maßnahme wurde ergriffen und war notwendig, um Bürger, Mitarbeiter und unser Gesundheitssystem vor einer schnellen Verbreitung des Corona-Virus zu schützen“, so Bürgermeister Fehr. „Doch wir müssen auch nach vorne sehen und haben uns der Frage gestellt, wann und wie wir unsere Verwaltung wieder langsam an den regulären Betrieb heranführen und die gesamte Palette der Dienstleistungen anbieten können. Da uns das Virus weiter erhalten bleiben wird, muss dies schrittweise und unter Einhaltung einer Reihe von Vorsichtsmaßnahmen und Vorkehrungen geschehen“.

Die Verbandsgemeindeverwaltung Unkel öffnet ab 20. April wieder ihre Türen. Mitarbeiter achten darauf, dass sich nur eine bestimmte Personenanzahl dort aufhält.
Symbolfoto: StartupStockPhotos

Konkret soll die Verbandsgemeindeverwaltung ab dem 20. April wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet sein. Der Zugang wird behindertengerecht über das Tiefgeschoss (Eingang Linzer Straße) erfolgen. Dort werden Mitarbeiter der Verwaltung darauf achten, dass sich stets nur eine bestimmte Anzahl von Besuchern in den verschiedenen Fachabteilungen aufhält. Hierbei haben diejenigen, die zuvor telefonisch einen Termin vereinbart haben, Vorrang vor den „Spontanbesuchern“. Damit einfache Anliegen auch einfach erledigt werden können, werden dort auch einige Antragsformulare (etwa für den Lohnsteuerjahresausgleich) übergeben werden können. Die derzeit geltenden Verfügungen und besonderen Hygieneverschriften werden selbstverständlich eingehalten.

„Unsere Bürgerinnen und Bürger haben sich in den letzten Wochen sehr diszipliniert verhalten und sogar die Grundrechtseinschränkungen akzeptiert, weil diese sinnvoll waren und sind. Ich gehe davon aus, dass sie nun Verständnis für eventuelle Wartezeiten haben werden. Diese Nachfrage nach unseren Dienstleistungen würde sich erhöhen und dementsprechend würde sich auch die Bearbeitungs- und Wartezeit aber noch verlängern, wenn die Verwaltung weiter geschlossen bleiben würde“.

In der regelmäßig mit dem Kreisvorstand und den hauptamtlichen Bürgermeisterkollegen stattfindenden Telefonkonferenz hat Bürgermeister Fehr heute über die beabsichtigten zu der VGV Unkel informiert. Ihm ist bewusst, dass sein Vorgehen eine Debatte auslösen wird. Diese kann nach seiner Auffassung aber nur hilfreich sein. Hier schließt er sich der Aussage des Philosophie Professors Martin Booms an, dass man in der aktuellen Situation nichts weniger gebrauchen kann, als eine stromlinienförmige Einheitsmeinung. „Ich weiß, dass alle politisch Verantwortlichen im Kreis Neuwied ihre Entscheidungen wissensbasiert, vernünftig und maßvoll treffen. Eine mit der jetzigen Situation vergleichbare Lage haben wir noch nie gehabt und auch deshalb ist die Entscheidungsfindung besonders schwierig. Welche Entscheidungen die richtigen sind, werden wir erst im Rückblick wissen. Doch entscheiden müssen wir heute. Und hierfür kann eine zielführende Diskussion nur hilfreich sein“ so Fehr abschließend.

 

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