Die RWN-Heimkino-Tipps: Surreal und unterhaltsam

 

Zusammenkunft der besonderen Art

Diese Woche treibt das zufällige Zusammentreffen eines Psychiaters und einer Verlegerin im Laufe des Films „Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden“ auf einen wahnsinnigen Höhepunkt zu. In „Max und die Wilde 7“ begibt sich hingegen der junge Hauptprotagonist zusammen mit einigen Altenheim-Bewohnern auf Tätersuche.

Helga mit ihrem Verlobten Emilio – vor der Zugfahrt, die alles verändert
Bilder: Neue Visionen

Die Verlegerin Helga Pato trifft während einer Zugfahrt auf den Psychiater Ángel Sanagustin. Um die Zugfahrt etwas kurzweiliger zu gestalten, erzählt er ihr von seinem ungewöhnlichsten Fall: von einem Soldaten, der im Krieg einer Ärztin begegnete, die unter widrigsten Umständen ein Kinderkrankenhaus erhalten wollte und dabei auf eine zwielichtige Gestalt gestoßen ist.

Nach dem Matroschka-Prinzip wird Helga in immer tiefere Schichten der Erzählung hineingezogen. Das zufällige Zusammentreffen im Zug wird unwiderruflich die Zukunft der Verlegerin als auch die der Figuren aus den Geschichten bestimmen, die in eine Serie unvorhersehbarer Ereignisse verwickelt sind, die sich Schicht für Schicht ineinander verweben, bis sie einen wahnsinnigen Höhepunkt erreichen.

In bester Tradition surrealistischen Filmemachens ist Aritz Morenos „Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden“ eine schräge, visuelle und bisweilen zutiefst beunruhigende Komödie. DVD und BD sind ab 14. Januar bei Medimax in Asbach und Unkel erhältlich.

Noch ohne Max: die berüchtigten Senioren vom Tisch Nummer sieben – Kilian, Vera und Horst
Bilder: Leonine

Eine echte Ritterburg als neues Zuhause – kann man sich etwas cooleres vorstellen? Ja, kann man, findet zumindest der neunjährige Max. Denn Burg Geroldseck ist ein Altersheim voller schrumpeliger Omas und Opas. Aber damit seine alleinerziehende Mutter, eine Altenpflegerin, auch Nachtschichten leisten kann, wohnt Max jetzt im Rabenturm – als einziges Kind unter lauter alten Knackern.

Max findet sich jedoch schneller zurecht als gedacht und freundet sich bald mit den an Tisch sieben sitzenden Senioren Vera, Horst und Kilian an. Als schließlich ein mysteriöser Einbrecher auf der Burg sein Unwesen treibt, beginnt für die ungleichen Vier ein rasantes Abenteuer auf der Suche nach dem Täter.

Winfried Oelsners Familien-Krimi „Max und die Wilde 7“ ist ab 15. Januar als DVD und BD bei Medimax in Asbach und Unkel erhältlich.