Schlagwort-Archiv: Marken des Alltags

Marken des Alltags: Vossen


Nach dem Sprung ins kühle Nass…

Das oder der Frottee ist laut Duden eine „französierende Bildung“ zum Verb frottieren, dessen Herkunft wiederum ungeklärt ist. Es bedeutet jedenfalls kräftig reiben und abreiben. Dass man sich nach der Rückkehr aus dem kühlen (oder warmen) Nass mit einem Frottee-Badetuch abreibt, ist zwar heute selbstverständlich, war hierzulande bis in die Zwanziger Jahre allerdings der gesellschaftlichen Oberschicht vorbehalten.

Marken des Alltags: Marco Polo


Im Namen des ersten Weltreisenden

Jeder vierte verkaufte Reiseführer in Deutschland ist ein Marco Polo. Die von der MairDumont-Gruppe in Ostfildern bei Stuttgart herausgebrachten Nachschlagewerke sind nicht nur hierzulande die meistverkauften, sondern in ganz Europa. Als 1991 die ersten Marco Polo Reiseführer erschienen, waren sie die moderne und preis-
günstige Alternative zum renommierten Baedeker, der ebenfalls von MairDumont verlegt wird.

Marken des Alltags: Fujifilm


Single 8 versus Super 8

Das japanische Unternehmen Fujifilm war jahrzehntelang nicht nur für den analogen Fotofilm bekannt, sondern auch für seinen 8-Millimeter-Schmalfilm „Single 8“. Dieser wurde in Japan Marktführer, aber hierzulande setzte sich das Kodak-Filmformat „Super 8“ durch. Heute schlummern kistenweise alte
Super-8-Spulen in Kellern und auf Dachböden – und warten darauf, die 1960er und 70er wieder lebendig werden zu lassen.

Marken des Alltags: Henkel


Selbermachen – selbstklebend!

Wer an den Düsseldorfer Konzern Henkel denkt, der hat vor allem dessen Sparte Wasch- und Reinigungsmittel vor Augen, zu der Marken wie Persil oder Pril gehören. Der Unternehmensbereich Kosmetik/Körperpflege darf sich seit der Schwarzkopf-Übernahme 1995 mit prominenten Labels wie Schauma oder Taft schmücken. Doch im dritten Geschäftsfeld, Adhesive Technologies genannt, ist Henkel Weltmarktführer.

Marken des Alltags: Whiskas


Schokoriegel und Katzenfutter

„Katzen würden Whiskas kaufen!“ – Mit diesem Satz schuf die Katzenfutter marke Whiskas bereits im Jahr 1963 einen Slogan, der über die nächsten 40 Jahre in der Werbung eingesetzt wurde. Bis heute verbinden Millionen von Konsumenten die Futtermarke mit diesem Ausspruch – obwohl die Werbebotschaft inzwischen schon zweimal geändert wurde: Zunächst in „Katzen kennen den Unterschied“ und später in „Ich liebe meine Katze“.

Marken des Alltags: Heitmann


Aus zwei Konkurrenten wird ein Unternehmen

Das Eierfärben zum Osterfest ist ein uralter Brauch, den man in Europa bereits im Mittelalter kannte. Nicht ganz so lange, aber schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, gibt es die Eierfarben des Marktführers Heitmann. Sie werden unter strengsten Kontrollen in Deutschland produziert und bestehen ausschließlich aus Stoffen, die gemäß europäischer Gesetzgebung für den Einsatz in Lebens
mitteln zugelassen sind.

Marken des Alltags: Kosmos


Die Wissenschaft spielend entdecken

Wenn es darum geht, naturwissenschaftliche Kenntnisse auf spielerische Weise zu erwerben, dann ist die Stuttgarter Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG eine der ersten Adressen. Das Unternehmen, das heute nicht zuletzt als Spieleverlag bekannt ist, hat sich in mittlerweile fast 200 Jahren mit Naturführern, Ratgebern, Technik- und Jugendbüchern sowie vor allem mit seinen Experimentierkästen einen Namen gemacht.

Marken des Alltags: Wella


„Wella weckt die Schönheit!“

Untermalt von Georg Friedrich Händels Wassermusik lief am 8. November 1960 im Werbefernsehen ein 30-sekündiger Spot für das Haarpflegeprodukt Wella Original. Regie führte Walter Künnemann vom Tonstudio Frankfurt, der auch den genannten Slogan getextet hatte. Wella engagierte sich seinerzeit auch zunehmend international und wurde unter
anderem Exklusivlieferant der Olympischen Spiele in Mexiko-City.

Marken des Alltags: Alpina


Eine Farbe mit einem guten „Flutsch“

Wer eine neue Wohnung bezieht, muss die alte üblicherweise renoviert an den Nach- beziehungsweise Vermieter übergeben. Welche Renovierungsarbeiten vor dem Auszug zu erledigen sind, ist im Mietvertrag geregelt. Es muss nicht unbedingt gleich neu tapeziert werden, aber oft sind die Zimmerwände und -decken (weiß) zu streichen. Hierzulande geschieht das meist mit Alpinaweiß. Die Traditionsmarke ist Europas meistgekaufte Innenfarbe.

Marken des Alltags: Schlösser


Viele Vorhängeschlosser stammen aus Westfalen

Dass mit den Firmen Burg, Burg-Wächter und Abus (August Bremicker und Söhne) gleich drei Hersteller von „präventiver Sicherheitstechnik“ im westfälischen Wetter-Volmarstein gegründet wurden, ist kein Zufall: Das „Schloßmachen“, also die Herstellung von Vorhangschlössern, gemeinhin Vorhängeschlösser genannt, lässt sich hier bis ins Jahr 1750 zurückverfolgen und verbreitete den Weltruf der „Schloss-Stadt“.

Marken des Alltags: Erdal


Der Froschkönig als Produktlogo

Als man im Jahre 1903 ein Logo für die Wortmarke Erdal suchte, war es nicht unüblich, hierfür eine populäre Märchenfigur zu nutzen. Mit der Wahl des Froschkönigs hatte es seine besondere Bewandtnis: Die Haut des Frosches bietet – ebenso wie das mit Erdal gepflegte Schuhwerk – einen guten Schutz gegen Wasser. Darüber hinaus ließ sich auch eine Verbindung der „Frosch-Perspektive“ mit einem Schuhpflegeprodukt herstellen.

Marken des Alltags: Lotto


Die erste Zahl war die 13

Paraskavedekatriaphobia – dieses Wort ist die Bezeichnung für die Angst vor Freitag, dem 13. Die Wurzeln liegen im Christentum: An einem Freitag bissen Adam und Eva in den verbotenen Apfel, an einem Freitag wurde Jesus gekreuzigt – und beim letzen Abendmahl wurde er vom 13. in der Runde – von Judas Iskariot – verraten. Die 13 gilt als Unglückszahl – dabei war sie die erste Zahl der (bundes-)deutschen Lottogeschichte.

Marken des Alltags: Söhnlein Brillant


Der brillante Herr Söhnlein

Am 28. März 1876 wurde Söhnlein Rheingold als erste Sektmarke in das deutsche Markenregister eingetragen. Im selben Jahr erhielt der Sekt auf der Weltausstellung in Philadelphia die „Große Medaille“. Als Bewunderer Richard Wagners hatte Söhnlein seinen besten Sekt auf diesen Namen getauft. Der Komponist kam sogar seiner Bitte nach, dem edlen Schaumwein auf der Bayreuther Bühne die Weihe zu verleihen.

Ältere Beiträge «

Mehr Einträge abrufen