Tag: Marken des Alltags

Marken des Alltags: Kuschelrock

 

Das Mixtape für den Klammerblues

Ein bundesrepublikanischer Partykeller Ende der 1980er Jahre. Schummriges Licht, die Wände mit Postern dekoriert, in einer Ecke ein paar alte Matratzen, die zum betont coolen Herumlungern einladen. Cool sind die jugendlichen Protagonisten gerade nicht: Schüchterne Jungs und Mädchen versuchen sich am Klammerblues, während Richard Sandersons „Reality“ läuft. Auf der Kassettenhülle der Schriftzug „Kuschelrock 2“. So erinnert sich RWN-Markenexperte Christof Mönchhalfen an sein erstes Erlebnis mit den Kuschelrock-Samplern.

Marken des Alltags: Rowohlt

 

Von der Erfindung des Taschenbuches

Zwar ist die bereits 1867 begründete Universal-Bibliothek (UB) von Reclam die älteste deutschsprachige (Taschen-)Buchreihe, doch die ersten modernen Taschenbücher in der BRD erschienen am 17. Juni 1950: Rowohlts Rotations-Romane, kurz: rororo. Die vier Bände „Kleiner Mann – was nun?“, „Am Abgrund des Lebens“, „Das Dschungelbuch“ und „Schloss Gripsholm“ hatten je 50.000 Stück Auflage zum Preis von 1,50 Mark.

Marken des Alltags: Sidolin

 

„Sidolin schafft den Durchblick!“

Es ist ein Klassiker aus den Fünfzigern – wie Nierentische, VW Käfer oder Elvis Presley – und noch heute überaus beliebt: Sidolin. Das Produkt, das nach seinem Verkaufsstart 1955 in vielen deutschen Haushalten Putz­eimer und Zeitungspapier ersetzte und seither millionenfach verkauft wurde, hat es nach sechs erfolgreichen Jahrzehnten mancherorts geschafft, ganz selbstverständlich als Synonym für Glasreiniger verwendet zu werden.

Marken des Alltags: Kupferberg Gold

 

Eine der schönsten Launen der Welt

Die schöne heile Welt der bundesrepublikanischen 1980er Jahre – falls sie tatsächlich in unseren Köpfen ist, dann haben die damaligen TV-Spots maßgeblichen Anteil daran. Einer dieser unvergesslichen Filme wurde von der Firma Kupferberg geschaltet. Heitere Menschen trinken in stilvollem Ambiente Sekt und geben einander Wangenküsschen, untermalt von fröhlicher Musik.

Marken des Alltags: Gerstacker

 

„Jeder nor einen wönzigen Schlock“

Der selbstgemachte Heidelbeerwein, den die Schüler im Rühmann-Klassiker während des Chemieunterrichts bei dem von Erich Ponto gespielten Professor Crey kosten „müssen“, gehört ebenso zum Kultfilm „Die Feuerzangenbowle“ wie das gleichnamige Heißgetränk auf Rotwein-Basis. Beide Produkte befinden sich im Sortiment des Nürnberger Unternehmens Gerstacker, das vor allem für seinen Glühwein bekannt ist.

Marken des Alltags: Lego

 

Acht Noppen und drei Röhren

Der größte Reifenhersteller weltweit? Na, Lego! Allein im letzten Jahr wurden für die kleinen Fahrzeuge des Spielzeugherstellers 700 Millionen Stück produziert. Angefangen hat diese Erfolgsgeschichte vor 86 Jahren mit einer Schreinerei.

Marken des Alltags: Ohropax

 

Mit Ohropax im Ohr „kommt Dir Lärm wie Stille vor“

In vielen Fällen wirken Werbeslogans aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts heute kitschig und zudem oftmals auch „an den Haaren herbeigezogen“ – vor allem ihrer holprigen Reime wegen. Dieser hier – aus dem Jahre 1928 – gehört allerdings zu jenen Exemplaren, die einem „gut über die Zunge“ und im Wortsinn „gut ins Ohr“ gehen.

Marken des Alltags: Samsung

 

Smartphones mit drei Sternen

Wenn von der Marke Samsung gesprochen wird, dann ist in aller Regel die Sparte Smartphones gemeint. Doch bei dem südkoreanischen Unternehmen handelt sich um einen riesigen Mischkonzern, der auch Bereiche des Maschinenbaus und der Schwerindustrie, wie Windkraftanlagen- oder Schiffbau, sowie Finanzdienste, Biotechnologie- und Pharmaunternehmen sowie Hotels und eine Modekette umfasst.

Marken des Alltags: Fisherman´s Friend

 

Hier kommen nicht nur Seemänner auf den Geschmack

Ursprünglich war es als Mittel gegen die rauen Kehlen englischer Seeleute erfunden worden, doch seit Jahrzehnten werden die Pastillen auch von Menschen gelutscht, die noch nie eine Angel oder einen Kescher in der Hand hatten. Manche mögen einfach den guten Geschmack, andere bekämpfen Mundgeruch, -trockenheit, Heiserkeit oder Halskratzen. Fisherman’s Friend ist inzwischen seit über 150 Jahren auf dem Markt.

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